Relation
"Der dunkle Fluss"

"„Panta rhei“ – alles fließt. Vielleicht drücken diese auf Heraklit zurückgeführten Worte eine kosmische Wahrheit aus. Denn falls einige amerikanische Astronomen mit ihrer wahrhaft mitreißenden Entdeckung Recht haben, fließt alles – zumindest im beobachtbaren Universum – auf ein mysteriöses Schwerkraftzentrum jenseits unseres kosmischen Horizonts zu. Das wäre eine der größten Entdeckungen aller Zeiten."

"Was auch immer den Dunklen Fluss antreibt – er weist darauf hin, dass unser Universum Teil eines Größeren ist. Auch wenn das All in großem Maßstab homogen erscheint wie ein riesiger Ozean, der von Horizont zu Horizont gleichförmig aussieht – der Dark Flow zeigt, dass dieser Eindruck täuscht. Es ist so, als würde man im Golfstrom schwimmen und irgendwann entdecken, dass man abtreibt. Und vielleicht reicht der Golfstrom des Alls sogar bis in die Milchstraße."
Rüdiger Vaas; wissenschaft.de
"Cantalupo"

"Es handelt sich um ein sehr außergewöhnliches Objekt", sagte Cantalupo. "Es ist riesig, mindestens zweimal so groß wie jeder zuvor entdeckte Nebel, und es erstreckt sich noch weit über die galaktische Umgebung des Quasars hinaus."

"Das Licht des Quasars ist wie der Strahl eines Scheinwerfers", sagte Cantalupo. "In unserem Fall haben wir das Glück, dass dieser Scheinwerfer direkt auf ein Filament des kosmischen Netzwerks gerichtet ist und dessen Gas zum Leuchten bringt."
Textquelle (gekürzt): ZEIT ONLINE, dpa, rav
"Q"

Der besondere Charakter des Universums zeigt sich auch in seiner Unebenheit, die von Astronomen durch den Wert „Q“ dargestellt wird. „Q“ steht für ein ganz bestimmtes Verhältnis, das zwischen zwei Energien vorhanden sein muss (der notwendigen Energie, um eine Galaxie auseinanderbrechen zu lassen und der gesamten Masse Energie), nämlich 1:100000. Wäre „Q“ wesentlich größer, hätte die Schwerkraft schon sehr früh im Leben des Universums Materie zusammengeklumpt, wodurch extrem massereiche Sterne und Schwarze Löcher entstanden wären.
Ein empfindliches Gleichgewicht also innerhalb von physikalischen Gesetzen. Ein Punkt, an dem Wissenschaft und Philosophie aufeinanderprallen… Durch den für uns glücklichen Zufall dieser Faktoren ist auch der Begriff „Goldlöckchen-Universum“ entstanden.
In versuche in meiner Arbeit "Q" den Aspekt der Unebenheit mit der brachialen Gewalt des „Auseinanderbrechens“ zu verbinden. Noch sieht man einen zusammengehaltenen „Klumpen“, der bei der kleinsten Veränderung der Umstände jedoch auseinanderzubrechen droht. Dieser Moment bietet dem menschlichen Leben Raum, daher sind Strukturen und Formen unserer Existenz erkennbar…
Autor Dr. John Gribbin – "Der Weltraum"

"Brauner Zwerg"

"Unabhängig vom Typ des Haufens sind Braune Zwerge sehr häufig", berichtet Scholz in einer Mitteilung der britischen Königlichen Astronomischen Gesellschaft. "Braune Zwerge entstehen zusammen mit Sternen in Haufen, daher legt unsere Arbeit nahe, dass es da draußen eine riesige Zahl Brauner Zwerge gibt."

"Braune Zwerge sind zu groß für Planeten, aber zu klein, um das Feuer der Kernfusion in ihrem Inneren zu zünden, durch das Sterne leuchten. Sie werden daher oft als gescheiterte Sterne bezeichnet. Die unscheinbaren Himmelsobjekte sind ein Nebenprodukt der normalen Sternentstehung und schimmern nur schwach im Licht der Wärme, die bei ihrer Entstehung frei wird. Daher sind sie sehr schwer aufzuspüren. "

(Textquelle: SZ.de/dpa/fehu)

You may also like

Back to Top